Götter der Wikinger

Die Götter aus der nordisch - germanischen Mythologie wurden in Göttergeschlechter eingeteilt.

Die mit der größten Macht waren die Asen und das jüngste und zugleich stärkste Göttergeschlecht. Zu den Asen, die von Odin ("Allvater" angeführt wurden, gehören Thor (Gott des Donners); Balder ("der blutende Gott"; Bragi (Gott der Redekunst); Forseti (Gott der Gerechten); Heimdall ("der Wachsame"; Tyr (Gott des Krieges); Hödr ("der Blinde Gott"; usw. Sie lebten auf der Götterburg Asgard. 

Das andere Göttergeschlecht waren die Wanen, sie waren die Fruchtbarkeitsgötter. Zu ihnen gehörten unter anderem Njörd (Gott des Meeres); Freyr (Gott der Fruchtbarkeit und seine Schwester Freyja (Göttin der Fruchtbarkeit). Sie wurden besonders von der agrarischen Bevölkerung um gute Ernte, Sonne, Regen und guten Wind, von den Seefahrern Fischern um günstige Wetterbedingungen angebeten wurden. Sie praktizierten auch eine von den Asen als schändlich betrachtete Form des Zaubers, die sie durch Freyja kennerlernten. Zudem war bei den Wanen, im Gegensatz zu den Asen, die Geschwister ehe erlaubt. Sie bewohnten das sogenannte Wanaheim.

Der Unterschied zwischen Wanen- und Asenverehrung sind vor allem aber auf eine soziale Schichtung zurückzuführen: die Wanen sind die Götter der bäuerlichen Bevölkerung, die Asen die des kriegerischen Fürstengefolges.

Damals gab es auch einen Krieg zwischen diesen beiden Geschlechtern, der sogenannte Wanenkrieg.